DAS WASSERSCHLOSS ZSCHORNA

Das heutige Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Schlosses geht zurück auf einen im Grundriss rechteckigen Renaissancebau, welcher 1537 auf den Grundmauern der alten Wasserburg errichtet wurde. Lesen Sie weiter zur Geschichte des Schlosses und dessen Besitzer.

Über dem größtenteils oberirdischen Kellergeschoss aus altem Gewölbe erhebt sich ein dreigeschossiger Putzbau mit Walmdach. Der Grundriss setzt sich zusammen aus dem rechteckigen Renaissancebau, einem nordwestlich vorgelegten, rechteckigen Flügel und dem daran angrenzenden achteckigen Salonanbau.
Der innen liegende Treppenturm wächst erst über dem Sims achteckig aus dem Dach und endet in einer geschwungenen, schiefergedeckten Haube. Der Salonanbau weist im Kellergeschoss zwei bogenförmige Nischen auf, die von einer Säule getragen werden. In engem Bezug dazu sind das dreiteilige Fenster mit Sandsteinornamenten und der Ziergiebel an der Südfassade des Schlosses zu sehen.
Neben Turm, Salon, Sandsteinornamenten und Ziergiebel gehört auch der eiserne Balkon an der Nordostfassade zum baulichen Schmuck, der bei diesem Landsitz zwar sparsam gebraucht, jedoch durchaus wirkungsvoll eingesetzt wurde.
Der Beiname Wasserschloss deutet es bereits an: Das Schloss befindet sich nicht nur inmitten zahlreicher Teiche, es ist auch direkt von einem Wassergraben umgeben.
Zum Schlosseingang, einer kleinen hölzernen Tür auf der Parkseite, führt eine zweibogige Steinbrücke. Der Hintereingang auf der Straßenseite ist über eine geschwungene Betonbrücke erschlossen.


Zwischen einem kleinen, kapellenartigen Bau und dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude südlich des Schlosses spannt sich ein geputzter Torbogen auf. Dieser bildet mit Zufahrtstor und Zugangspforte die charakteristische Eingangssituation zum Schloss.
Im zweigeschossigen, ehemaligen Wirtschaftsgebäude waren zuletzt Wohnungen eingerichtet, im südöstlichen eingeschossigen Anbau befindet sich ein Saal.
Weitere ehemalige Wirtschaftsgebäude befinden sich jenseits der Radeburger Straße.


Das Schloss und die Nebengebäude sind größtenteils seit Anfang der 1990er Jahre ungenutzt, die Räume sind leer, von der ehemaligen Ausstattung des Schlosses ist nichts erhalten. Aus der DDR-Zeit gibt es wenige Möbel und verschiedene Einbauten, wie beispielsweise Sanitärräume, Küche und Bauernstube. Die Raumaufteilung ist durch den Einbau von Zwischenwänden stark verändert worden. Die Gebäude sind sanierungsbedürftig. Die zweibogige Steinbrücke zum Haupteingang musste wegen Einsturzgefahr gesperrt werden.
Die Gesellschafter der Zschorna GbR bemühen sich um die Instandhaltung der historischen Bausubstanz. Es werden auch Schlossführungen organisiert.


Ziel ist die Erhaltung des historisch wertvollen Ensembles Schloss Zschorna. Dazu gehören einerseits die denkmalgerechte Sanierung der Gebäude und andererseits die Entwicklung eines nachhaltigen Nutzungskonzepts im Bereich Medizin und Gesundheit.

 



Schlossgebäude
Nebengebäude
Zustand & Nutzung
Zukunftsträume